Wenn man ein wenig über das Leben und das menschliche Tun nachdenkt, stellt man mit Entsetzen fest, dass fast alles Dasein des Menschen auf Erden mit dem Gebrauch, dem Verbrauch und oft auch Verschwendung von natürlichen Ressourcen zu tun hat. Nun hat die Erde dank der Sonnenkraft und der ihr eigenen Fruchtbarkeit eine gewisse Resilienz und kann über die noch funktionierenden Wachstums- und Reinigungsprozesse viele Ressourcen wieder nachwachsen lassen - denken wir einfach mal an Flora und Fauna oder die Luft- und Wasserkreisläufe. Aber manche Ressourcen sind begrenzt, nennen wir beispielsweise Edelmetalle, seltene Erden, Kohle und Erdöl - deren Verbrauch kann zwar über Recycling-Kreisläufe hinausgezögert werden, aber die Vorräte sind limitiert und schwinden zusehends.

Generell gesehen sind wir Menschen seit dem Beginn der Industrialisierung mit unserem Wachstumsgedanken und Tun, unserem Lebensstandard und unseren Ansprüchen mittlerweile so gierig und überbordend, dass die natürliche 'Selbstheilungsfähigkeit' der Erde nicht mehr ausreicht. De facto: wir verbrauchen immer mehr Ressourcen und leben somit ganz ungeniert und in vielen Bereichen völlig gedankenlos auf Kosten unserer Kinder und Enkel. Der jährlich immer früher stattfindende 'Earth-Overshoot-Day' weist das eindrucksvoll und wissenschaftlich-rechnerisch nüchtern nach.

Was ist nun der Ausweg? Müssen wir alle auf eine kommerziell verursachte Klimakatastrophe zusteuern? Wir glauben NEIN!


(Bild mit freundlicher Genehmigung von Zukunftswerk Klimaschutz e.V. und der Graphikerin Anna Laumer)


Der erste Schritt dahingehend ist, dass wir der Verantwortung und den Auswirkungen unseres Lebensstiles bewusst werden.
Als nächsten Schritt kann man alle klimanegativen Einflüsse des täglichen Lebens und Arbeitens erfassen, bewerten und nach Möglichkeit klimaneutral kompensieren.
Das ist nicht trivial und erfordert in der Regel die Hilfe von wissenschaftlich gestützten Abschätzungen.

Ein weiterer Schritt ist, den Verbrauch von nicht-nachwachsenden Ressourcen so gut es geht zu reduzieren oder zu vermeiden. Ist leider nicht immer so richtig machbar, da beispielsweise Kunststoffe in vielen Anwendungsfällen langlebiger und technisch besser als entsprechende Naturstoffe sind - nicht umsonst gibt es mittlerweile Millionen von Kunststoff-Yogamatten.

Aber ob es wirklich Schaumstoffblöcke aus Fernost geben muss, wenn wir klimaneutral hergestellte Korkblöcke aus FSC-Anbau und hergestellt in Europa haben können, stellen wir mal in Frage. Und da sind wir recht klar und wer sich unser Sortiment mit wachen Augen anschaut, weiss was wir bevorzugen bzw anbieten oder auch NICHT anbieten.

Der nächste Schritt ist, die zur Herstellung von den einzelnen Produkten notwendigen Ressourcen aufzudröseln. Hier stellen wir fest, dass vor allem Transportaufwendungen, welche ja meist mit Schweröl (Schiffstransporte um die halbe Erde) oder mit Kerosin (Luftfracht) und Diesel (LKW- und Bahntransporte) sehr oft einen großen Anteil an der klimaschädigenden Ressourcenverschwendung haben. Wir haben uns daher entschlossen, nach Möglichkeit so wenig wie möglich zu importieren und so nah wie möglich zu produzieren, idealerweise bei uns im eigenen Haus. So fallen die Transportaufwendungen schmal aus und das ist gut für unsere eigene Klimabilanz.

Wenn man dann noch für die Funktion eines Produktes unnötige Verarbeitungsschritte weglässt, tut man wieder gutes für die Umwelt. Hier nennen wir mal Bleichen mit Chlor, Färben, Beschichten oder Bedrucken. Auch wenn fancy bedruckte Yogamatten schön ausschauen mögen - die eigene Yogapraxis wird normalerweise nicht besser von bunten Ganeshas auf den Matten.

Bei der Auswahl von Lieferanten und ihrer Produkte kann man oft schon nach deren Umwelteinsatz und Klimabestrebungen schauen und entsprechend wählen - dummerweise kosten diese alle Geld und sind daher durchweg teurer als 'konventionell' hergestellte Produkte. Egal ob Drucksachen, Textilien oder auch Strom - regional und klimaneutral hergestellt ist leider meist teurer als billigst im Ausland produziert. 

Und auch bei Dienstleistungen ist das so: wir versenden beispielsweise seit vielen Jahren unsere Pakete mit DHL GoGreen - das ist der klimaneutrale Premiumversand von DHL und geniesst die beste Kundenzufriedenheit und jeder Transportkilometer wird entsprechend klimakompensiert. Dies kostet allerdings bares Geld, daher kostet uns der Versand mit DHL GoGreen ein gutes Stück mehr als mit anderen Transportanbietern. Das gilt übrigens auch für 'versandkostenfreie Rücksendungen' - DHL schreibt uns für JEDES Päckchen eine Rechnung und wir wünschen uns manchmal bei einigen Kunden etwas mehr Achtsamkeit bei der Inanspruchnahme unseres Services.

Aber kommen wir nun zur Klimaneutralität: über unser Engagement in der Gemeinwohl-Ökonomie haben wir 'Zukunftswerk Klimaschutz eG' kennengelernt und bekamen hier die notwendige wissenschaftliche Unterstützung bei der Klimabilanzierung. Hier geht unser Dank an das Team rund um den Vorstand Herrn Rossner und seine Mitarbeiter, welche uns mit dem notwendigen organisatorischen Vorgehen, den anzusetzenden Kennzahlen, zu erfassenden Daten und dem Klimabilanz-Rechner vertraut machte.

Da wir schon bei vielen Aspekten unseres geschäftlichen Tuns auf die Auswirkungen auf Natur und Umwelt achten, ist unsere Gesamt-Klimabilanz dann erstaunlich gering ausgefallen. Wir generieren im Jahr etwa 85 Tonnen CO2, das ist der durchschnittliche Fußabdruck von 10 Bundesbürgern. Damit liegen wir deutlich am unteren Ende von Firmen unserer Branche oder Größe, das freut uns natürlich sehr.

Zur Kompensation der Klimabilanz werden gemäß dem Kyoto-Protokoll vor allem Projekte in Südamerika, Afrika und Südostasien angeboten. Hier entschieden wir uns für ein Wiederaufforstungsprojekt in der grünen Lunge der Erde - im Regenwald Brasiliens - der ja momentan bedingt durch eine uneinsichtige Regierung sehr unter Druck steht. Und damit sind wir - ein Novum - der erste und unseres Wissens einzige Anbieter in der deutschen Yogaszene, der komplett klimaneutral arbeitet. Darauf sind wir stolz.

Hier der Link zu 'unserem Projekt und Zertifikat':
https://www.zukunftswerk.org/co2-50753.html


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